DER ZAUBER DER BERÜHRUNG

 

 

 

Was geschieht körperlich mit uns, wenn wir berührt, gestreichelt, massiert werden?

 

 

 

 

Dies sind derartig komplexe Vorgänge, dass wir sie im Einzelnen noch gar nicht entschlüsselt haben. Sicher ist, dass durch die Berührung unseres Körpers eine ganze Kaskade von Informationen transportiert wird. Auf der gesamten Körperoberfläche haben wir allein zwei Billionen freie Nervenendigungen, die in der Haut verborgen sind. Und das ist nur ein Typ von Tastsinnessensoren, die sich insgesamt im Körper des Menschen befinden. Im Vergleich mit unseren Augen ist unser Tastsinnsystem um ein Vielfaches komplexer. Und diese Tastrezeptoren können wir – anders als etwa die Geruchsrezeptoren – nicht ignorieren oder gar ausschalten, weder im Schlafen noch im Wachen.

 

Bei Berührungsreizen wird in einem bestimmten Zeitumfang eine ganze Reihe von Hormonen ausgeschüttet. Oxytocin zum Beispiel. Dieses Hormon verlangsamt die Herzfrequenz, entspannt die Muskulatur, regt Wachstumsprozesse an und hat nicht zuletzt eine antidepressive Wirkung.

 

 

 

 

 

Suggeriert unsere sexualisierte Welt nicht andauernd, dass es gar keinen Berührungsmangel gibt?

 

 

 

 

 

In der Tat, aber es geht beim Thema Berührung ja nicht um Sex. Manchmal ist Kraulen, Streicheln oder einfaches Gehaltenwerden tatsächlich besser als Sex. Die Menschen sehnen sich nicht nach mehr Sex, sondern nach echter Nähe. Das gilt für Männer genauso wie für Frauen. Aber es ist sehr schwer, sich dieses Bedürfnis selbst auch einzugestehen bzw. überhaupt wahrzunehmen.

 

Echte Nähe entsteht aber nur dann wenn ein Mensch sich ganz und gar auf einen anderen einlässt, also für den anderen fassbar wird. Das passiert nur in verlässlichen, vertrauensvollen Beziehungen, die uns spüren lassen, dass wir einander halten und aushalten können. Tatsächlich erleben wir immer häufiger Paare, die gar nicht mehr zusammenleben, sondern sich nur zusammen organisieren. Solche Beziehungen hält langfristig auch nicht toller Sex zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

Wir können ohne Augen leben, aber nicht ohne Hautkontakt?

 

 

 

Der Tastsinn ist unser wichtigster Sinn überhaupt. Festmachen könne Sie diese Aussage schon an der Tatsache, dass kein Mensch ohne Tastsinn zur Welt kommt, wohl aber taub und blind.

 

 

Der Mangel an Berührung hat noch viel gravierendere Konsequenzen als der Verlust eines anderen Sinnesorgans. Viele Erwachsene versuchen, ihre Defizite in diesem Bereich über Sprache und Kognition, also Denken, zu kompensieren. Aber das geht nicht. Wenn Sie jemanden richtig gern haben, dann wollen Sie ja nicht nur E-Mails schreiben, dann wollen Sie diesen Menschen auch berühren. Dieser Wunsch ist ganz tief in uns verwurzelt. Und wenn er nicht erfüllt wird, dann suchen wir nach Ersatz – ein Leben lang.

 

Warum gibt es Menschen, die ständig ihre Partner wechseln? Weil sie etwas suchen – es aber nicht finden können: Berührungen, die unsere Sehnsucht nach Ruhe, Frieden und Geborgenheit stillen.

 

 

 

(Aus einem Interview mit Dr. Martin Grunwald – Wissenschaft für neurobiologische Grundlagen- und Anwendungsforschung auf dem Gebiet der Haptik)

 

Kontakt: 

                           

Andrea Meissl

 

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